Am Anfang war die Wüste…

eedoctors AG

Die Idee zu eedoctors entstand im Jahr 2012: Pascal Fraenkler gönnte sich einen längeren Urlaub in Tansania, in der Serengeti-Wüste. Bald jedoch befiel ihn hohes Fieber; Pascal Fraenkler befürchtete, an Malaria erkrankt zu sein. Weit und breit war jedoch kein Arzt zugegen und keine medizinische Behandlung möglich.

Zum Glück sank das Fieber von alleine und Pascal konnte seine Reise fortsetzen. Ihm blieb jedoch die Erkenntnis, dass es auch anders hätte kommen können und dass permanente ärztliche Präsenz, wie wir es in der Schweiz gewohnt sind, keine Selbstverständlichkeit ist.


Nach Hause zurückgekehrt, schmiedete Pascal Fraenkler einen Plan, wie man kompetente medizinische Beratung ständig und überall verfügbar machen konnte.

In der Serengeti gab es zwar keinen Arzt, aber stets hervorragende Internetverbindung. Also fügte er medizinische Beratung und das Internet in Form einer App zusammen:

Einer virtuellen Arztpraxis für das 

Smartphone. Per Videoverbindung sollten sich Patienten überall auf der Welt mit einem Arzt in der Schweiz verbinden lassen können.

Während seiner Zeit in der Innopark Schweiz AG, im Zentrum Olten, machte Pascal Fraenkler Ende 2013 aus diesem Plan einen umfassenden Business Plan.

Er formte ein Projektteam mit anderen Innopark-Teilnehmern aus dem IT-

Bereich bzw. der App-Entwicklung.

In der Zeit nach dem Innopark entwickelte er seine Idee zielstrebig weiter.

Kapitalgeber mussten gefunden werden, vor allem aber begeisterte er zahlreiche Ärzte für seine App.

Im Juni 2016 gründete Pascal Fraenkler schliesslich die eedoctors AG, ein Jahr später, im Mai 2017, konnte die App online geschaltet werden.


Heute hat Pascal Fraenkler mit rund 20 Ärzten einen Zusammenarbeitsvertrag, 15 davon haben einen Facharzttitel, sind Fach-ärzte für Allgemeinmedizin. Die Suche nach Ärzten war gar nicht so schwierig. Rund 3‘000 Ärzte haben ihren Beruf in den letzten Jahren aufgegeben, vor allem junge weibliche Ärztinnen, welche die Hektik einer Arztpraxis nicht mehr mit dem Wunsch nach einer Familie vereinen konnten. Eedoctors hingegen bietet den Ärzten Flexibilität und sie können von zu Hause aus arbeiten.

Auch „pensionierte“ Ärzte machen mit sowie drei bis vier Ärzte, die noch eine Arztpraxis betreiben. Selbst Spitäler fragen bei den eedoctors an, um Leerzeiten ihrer Ärzte zu überbrücken. Heute hat Pascal Fraenkler rund zwei Bewerbungen von Ärzten pro Woche. Das Mitmachen bei eedoctors ist aber nicht nur wegen der Arbeitsbedingungen 

attraktiv, sondern auch, weil das Konzept sehr innovativ ist. Für Pascal Fraenkler ist es wichtig, dass die Ärzte voll integriert sind und die Ent-wicklung der Firma durch ihre Ideen mitprägen. Deshalb gibt es kaum Hierarchien, es ist ein Gemeinschafts-projekt.


Was aber kostet eine Konsultation und wie funktioniert es?  Eine Minute kostet CHF 3.80. Eine Konsultation dauert erfahrungsgemäss 10 bis 15 Minuten, kostet also durchschnittlich etwa CHF 50.-.

 

Die Abrechnung erfolgt ganz normal gemäss Tarmed. Der Kunde zahlt mit Kreditkarte und kann anschliessend die Kosten von seiner Krankenkasse zurückfordern. Zum Vergleich: Gemäss Bundesamt für Statistik betragen die Kosten für den Besuch bei einem Hausarzt durchschnittlich CHF 184.-.

Das Einsparungspotenzial ist also riesig. Deshalb kaufen Krankenkassen bereits Konsultations-Gutscheine bei eedoctors, um sie an ihre Kunden abzugeben.


Die eedoctors-App funktioniert ganz einfach: App herunterladen und sich registrieren. Danach kann bereits angerufen werden. Die App startet eine Art „Ringruf“ bei den Ärzten, die Bereitschaftsdienst haben. Der erste Arzt, der abnimmt, ist mit dem Patienten per Video verbunden. Es kommt fast nie vor, dass kein Arzt verfügbar ist.

Am Ende der Konsultation erhält der Patient vom Arzt einen Rapport auf dem Smartphone, gegliedert nach Diagnose, aktuelles Problem, Vorkehrungen, verordnete Medikamente, Allergien, Befund, Entscheid/Empfehlungen und Rezept. Das Rezept kann der Patient ausdrucken und in der Apotheke einlösen.


Auch grosse schweizerische Konzerne wie CS, Novartis und Roche zeigen bereits Interesse an dem Service von eedoctors. Einerseits, um ihren Managern im Ausland stets ärztliche Konsultationen zu ermöglichen, andererseits für ihre Angestellten in der Schweiz, da ein physischer Besuch in einer Arztpraxis meistens einen halben Tag Abwesenheit bedeutet.

Ebenso sind Reiseversicherer an eedoctors interessiert, denn ihre grössten Schadensposten sind Arzt- und Spitalbesuche der Versicherten in fernen Urlaubsländern, bei denen die Touristen oft regelrecht „abgezockt“ werden.

Darüber hinaus gibt es heute bereits viele Anrufe von Patienten aus Deutschland. Noch sind Online-Konsultationen innerhalb Deutschlands verboten, nicht jedoch die Online-Konsultationen von Deutschen bei eedoctors in der Schweiz.

Das Potential ist also riesig, weshalb Pascal Fraenkler für die Zukunft sehr zuversichtlich ist.

März 2018 / Peter Fenchel



Kontakt:

Waldeggstrasse 37

CH-3097 Bern-Liebefeld

www.eedoctors.com

welcome@eedoctors.com


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